MARKERSDORF - Daten und Fakten

Chemnitz-Markersdorf: Blick auf die Alfred-Neubert-Straße Kreuzung Ludwig-Kühn-Straße
Chemnitz-Markersdorf: Blick auf die Alfred-Neubert-Straße Kreuzung Ludwig-Kühn-Straße

Der Stadtteil Markersdorf ist ein im Süden von Chemnitz gelegener, einen Teil des Fritz-Heckert-Gebiets bildender Stadtteil, der seit 1919 zu Chemnitz gehört und ca. 2,3 Quadratkilometer groß ist. Mit seinen 11.279 Einwohnern (Stand 31.12.2020] gehört er zu den bevölkerungsstärkeren Stadtteilen von Chemnitz. Die Bevölkerungszahl im Stadtteil ist in den letzten zehn Jahren um ca. 3 Prozent gesunken – am 31.12.2010 betrug sie 11.612. 1991 wohnten im Stadtteil noch 23.689 Einwohner – zur Jahrtausendwende (31.12.1999) waren es 16.796 Menschen.

 

Markersdorf ist neben Kappel, Hutholz, Morgenleite und Helbersdorf einer der fünf Stadtteile, die das Fritz-Heckert-Gebiet – Chemnitz´ größtes Plattenbaugebiet – bilden. Der Stadtteil ist daher durch eine hohe Bevölkerungs- und Bewohnerdichte geprägt: je bewohnter Adresse wohnen 15,7 Personen; je Wohngebäude sind durchschnittlich 10 Wohnungen vorhanden; die Bevölkerungsdichte beträgt ca. 4.900 Bewohner je Quadratkilometer. Ungefähr 5 Prozent (gerundet) aller Chemnitzer wohnen im Stadtteil Markersdorf.

 

Im Stadtteil existieren ca. 7.400 Wohnungen, die sich auf ca. 750 Wohngebäude verteilen. 89 Prozent der im Stadtteil vorhandenen Bausubstanz werden in der Statistik den Baujahren "1970 bis 1990 (DDR-Plattenbau)" zugeordnet. Markersdorf wurde in weiten Teilen in den Jahren zwischen 1975 und 1984 in industrieller Plattenbau-Weise errichtet und war zu Beginn der 1990er Jahre der bevölkerungsreichste Stadtteil in Chemnitz (durch Rückbaumaßnahmen in den 1990er und frühen 2000er Jahren hat sich die Zahl der Wohnungen deutlich reduziert). Entlang der Markersdorfer Straße lassen sich aber auch heute noch Wohngebäude des historischen Markersdorf entdecken.

 

Sozialstrukturell weist der Stadtteil typische Werte einer zu DDR-Zeiten errichteten Großsiedlung auf. Die Arbeitslosenquote und der Anteil der Bewohner, die existenzsichernde Leistungen erhalten, sind leicht überdurchschnittlich. Der Anteil der ausländischen Bewohner im Stadtteil liegt leicht unter dem städtischen Gesamtwert. Die Wahlbeteiligung im Stadtteil lag bei den letzten Wahlen immer leicht unter den Werten der Gesamtstadt. 92 Prozent der Haushalte waren laut Zensus 2011 Mieterhaushalte, während 8 Prozent der Haushalte im selbstgenutzten Wohneigentum wohnten (Haus oder Eigentumswohnung).



Die Mietpreise im Stadtteil (durchschnittliche Angebotsmieten zw. 4,90 und 5,10 € je Quadratmeter Wohnfläche nettokalt) liegen traditionell leicht unter dem städtischen Durchschnittswert, der Ende 2020 ca. 5,30 Euro je Quadratmeter Wohnfläche nettokalt betrug.

 

Altersstrukturell betrachtet ist der Stadtteil Markersdorf ein "alter" Stadtteil – das Durchschnittsalter der Bevölkerung im Stadtteil betrug Ende 2018 ca. 51 Jahre. 36 Prozent der Bewohner sind bereits im Rentenalter (Chemnitz insgesamt: 28 %), wohingegen 14 Prozent der Stadtteilbevölkerung jünger als 18 Jahre sind (Werte vom 31.12.2018). Die Zahl der Geburten im Stadtteil ist (für Chemnitzer Verhältnisse) relativ niedrig – auf 1.000 Einwohner gerechnet kamen in den letzten Jahren ca. 6 Kinder jährlich auf die Welt (Zeitraum 2010-2018).

 

44 Prozent der Haushalte werden von nur von einer Person bewohnt; weitere 39 Prozent von zwei Personen; im durchschnittlichen Haushalt wohnen 1,9 Personen. 14 Prozent der Haushalte sind Familien, d. h. es wohnt mindestens ein Kind unter 18 Jahren im Haushalt. Insgesamt gibt es im Stadtteil ungefähr 6.200 Haushalte (Werte vom 31.12.2018).

 

Es gibt – hochgerechnet auf 1.000 Einwohner – 514 privat zugelassene PKW im Stadtteil. Der Mittelwert aller Stadtteile beträgt 517 (Werte vom 01.01.2020).


STADTTEIL-PROFIL 2020: Markersdorf








STADTTEIL-PROFIL 2019: Markersdorf