SIEGMAR - Daten und Fakten

Chemnitz-Siegmar: Blick auf Wohngebäude an der Kopernikusstraße
Chemnitz-Siegmar: Blick auf Wohngebäude an der Kopernikusstraße

Der Stadtteil Siegmar ist ein im Westen von Chemnitz gelegener, in weiten Teilen (trotz seiner Randlage) städtisch geprägter Stadtteil, der seit 1950 zu Chemnitz gehört und ca. 3,4 Quadratkilometer groß ist. Mit seinen 4.144 Einwohnern (Stand 31.12.2020) gehört er zu den mittelgroßen Stadtteilen von Chemnitz. Die Bevölkerungszahl im Stadtteil ist in den letzten zehn Jahren um ca. 1 Prozent gesunken – am 31.12.2010 betrug sie 4.185. 1991 wohnten im Stadtteil noch 4.630 Einwohner – zur Jahrtausendwende (31.12.1999) waren es 4.257 Menschen.

 

Der Stadtteil ist durch eine mittlere Bevölkerungs- und Bewohnerdichte geprägt: je bewohnter Adresse wohnen 7,8 Personen; je Wohngebäude sind durchschnittlich 5 Wohnungen vorhanden; die Bevölkerungsdichte beträgt ca. 1.200 Bewohner je Quadratkilometer. Ungefähr 2 Prozent (gerundet) aller Chemnitzer wohnen im Stadtteil Siegmar.

 

Im Stadtteil existieren ca. 2.530 Wohnungen, die sich auf ca. 540 Wohngebäude verteilen. 45 Prozent der Bausubstanz (gemessen über die Zahl der Wohnungen) in Siegmar wurde in den Jahren zwischen 1949 bis 1970 errichtet. Jeweils 17 Prozent stammen aus der Zeit bis 1918 sowie 1919 bis 1948. Weitere 15 Prozent der Wohnungen wurden nach der Wiedervereinigung errichtet.

 

Vor allem das genossenschaftliche Wohngebiet rund um die Kopernikusstraße, Keplerstraße, Sterzelstraße (errichtet in der Zwischenkriegszeit und in den 1950/60er Jahren, betrieben von Wohnungsbaugenossenschaft Chemnitz West eG) sorgt dafür, dass 84  Prozent der Haushalte in Siegmar laut Zensus 2011 Mieterhaushalte  waren (vergleichbar hoher Wert wie in kernstädtischen Stadtteilen), währendnur 16 Prozent der Haushalte im selbstgenutzten Wohneigentum wohnten (Haus oder Eigentumswohnung).

 

Siegmar ist stadtgeschichtlich nicht Chemnitz zuzuordnen, sondern der westlich von Chemnitz gelegenen früheren Kleinstadt Siegmar-Schönau. Diese hatte fünf Teilgebiete (Siegmar, Schönau, Reichenbrand, Stelzendorf sowie Neustadt), war bekannt für ihre stark ausgeprägte Industrie und wurde am 1. Juli 1950 nach Chemnitz eingemeindet.



Sozialstrukturell weist der Stadtteil "Misch-Werte" aus Kernstadt (genossenschaftliche Wohnsiedlung) und Stadtrand (teilweise Eigenheimstrukturen) auf. Die Arbeitslosenquote (3 %), der Ausländeranteil (2 %) und der Anteil der Bewohner, die existenzsichernde Leistungen erhalten, sind deutlich unterdurchschnittlich im Vergleich zur Gesamtstadt, liegen aber noch über jenen Werten von suburbanen Stadtrandstadtteilen mit hoher Eigentumsquote. Die Wahlbeteiligung im Stadtteil liegt im Vergleich zu den Werten der Gesamtstadt normalerweise leicht über dem städtischen Durchschnitt.

 

Die Mietpreise im Stadtteil (durchschnittliche Angebotsmieten zw. 5,50 bis 5,60 Euro je Quadratmeter Wohnfläche nettokalt) liegen traditionell leicht über dem städtischen Durchschnittswert, der Ende 2020 ca. 5,30 Euro je Quadratmeter Wohnfläche nettokalt betrug. Der "Wohnungsmarkt-Report Chemnitz" weist Siegmar als einziges Gebiet im Westen von Chemnitz separat aus (alle anderen Stadtteile werden im Teilgebiet "Nordwestliches Chemnitz" zusammengefasst.)

 

Altersstrukturell betrachtet ist der Stadtteil Siegmar ein "alter" Stadtteil – das Durchschnittsalter der Bevölkerung im Stadtteil betrug Ende 2018 ca. 52 Jahre. 36 Prozent der Bewohner sind bereits im Rentenalter (Chemnitz insgesamt: 28 %), wohingegen 12 Prozent der Stadtteilbevölkerung jünger als 18 Jahre sind (Werte vom 31.12.2018). Die Zahl der Geburten im Stadtteil ist (für Chemnitzer Verhältnisse) leicht unterdurchschnittlich – auf 1.000 Einwohner gerechnet kamen in den letzten Jahren ca. 8 Kinder jährlich auf die Welt (Zeitraum 2010-2018).

 

48 Prozent der Haushalte werden von nur von einer Person bewohnt; weitere 35 Prozent von zwei Personen; im durchschnittlichen Haushalt wohnen 1,8 Personen. 15 Prozent der Haushalte sind Familien, d. h. es wohnt mindestens ein Kind unter 18 Jahren im Haushalt. Insgesamt gibt es im Stadtteil ungefähr 2.300 Haushalte (Werte vom 31.12.2018).

 

In Siegmar existieren – hochgerechnet auf 1.000 Einwohner – 567 privat zugelassene PKW. Der Mittelwert aller Stadtteile beträgt 517 (Werte vom 01.01.2020).


STADTTEIL-PROFIL 2020: Siegmar








STADTTEIL-PROFIL 2019: Siegmar