HILBERSDORF - DATEN UND FAKTEN

Der (bewohnte Teil des) Stadtteil Hilbersdorf ist ein zentrumsnah gelegener und innerstädtisch bzw. kernstädtisch geprägter Stadtteil, der seit 1904 zu Chemnitz gehört und ca. 9,4 Quadratkilometer groß ist (mehr als die Hälfte der Fläche wird vom Zeisigwald bedeckt – Hilbersdorf ist der einzige Chemnitzer Stadtteil, der sowohl Kontakt zum Zentrum als auch zum Stadtgebietsende hat).

 

Mit seinen 6.839 Einwohnern (Stand 31.12.2020) gehört er zu den mittelgroßen Stadtteilen von Chemnitz. Die Bevölkerungszahl im Stadtteil ist in den letzten zehn Jahren um ca. 1 Prozent gewachsen – am 31.12.2010 betrug sie 6.752. 1991 wohnten im Stadtteil noch 7.873 Einwohner – zur Jahrtausendwende (31.12.1999) waren es 5.626 Menschen.

 

Der bewohnte Teil des Stadtteils ist durch eine hohe Bevölkerungs- und Bewohnerdichte geprägt: je bewohnter Adresse wohnen 11,2 Personen; je Wohngebäude sind durchschnittlich 8 Wohnungen vorhanden; die Bevölkerungsdichte beträgt nur ca. 700 Bewohner je Quadratkilometer (hier macht sich der Zeisigwald wieder statistisch bemerkbar). Ungefähr 3 Prozent (gerundet) aller Chemnitzer wohnen im Stadtteil Hilbersdorf.

 

Sozialstrukturell weist der Stadtteil typische Werte der Kernstadt von Chemnitz auf. Die Arbeitslosenquote und der Anteil der Bewohner, die existenzsichernde Leistungen erhalten, sind überdurchschnittlich hoch; der Ausländeranteil entspricht ungefähr dem Chemnitzer Gesamtwert. Die Wahlbeteiligung im Stadtteil liegt im Vergleich zu den Werten der Gesamtstadt normalerweise unter dem städtischen Durchschnitt.

 

Im Stadtteil existieren ca. 4.980 Wohnungen, die sich auf ca. 660 Wohngebäude verteilen. Die überwiegende Bausubstanz im stark gründerzeitlich geprägten Stadtteil wurde in den Jahren zwischen bis 1918 errichtet (53 %), weitere 33 Prozent zwischen 1919 und 1948.



94 Prozent der Haushalte waren laut Zensus 2011 Mieterhaushalte, während 6 Prozent der Haushalte im selbstgenutzten Wohneigentum wohnten (Haus oder Eigentumswohnung).

 

Die Mietpreise im Stadtteil (durchschnittliche Angebotsmieten zw. 4,90 bis 5,00 Euro je Quadratmeter Wohnfläche nettokalt) liegen traditionell leicht unter dem städtischen Durchschnittswert, der Ende 2020 ca. 5,30 Euro je Quadratmeter Wohnfläche nettokalt betrug. Der "Wohnungsmarkt-Report Chemnitz" differenziert in Hilbersdorf in zwei Teilgebiete: "Hilbersdorf-Zeißstraße" und "Hilbersdorf-Terrassenstraße". Das Gebiet um die Zeißstraße (alle Wohnungen links der Frankenberger Straße - stadtauswärts geblickt) ist dabei das günstigere Teilgebiet.

 

Altersstrukturell betrachtet ist der Stadtteil Hilbersdorf ein "junger" Stadtteil – das Durchschnittsalter der Bevölkerung im Stadtteil betrug Ende 2018 ca. 42 Jahre. 19 Prozent der Bewohner sind bereits im Rentenalter (Chemnitz insgesamt: 28 %), wohingegen 18 Prozent der Stadtteilbevölkerung jünger als 18 Jahre sind (Werte vom 31.12.2018). Die Zahl der Geburten im Stadtteil ist (für Chemnitzer Verhältnisse) sehr hoch – auf 1.000 Einwohner gerechnet kamen in den letzten Jahren ca. 14 Kinder jährlich auf die Welt (Zeitraum 2010-2018). Die bewohnten Areale entlang der Frankenberger Straße/Dresdner Straße ähneln unter soziodemographischen Gesichtspunkten denen des Sonnenbergs.

52 Prozent der Haushalte werden von nur von einer Person bewohnt; weitere 28 Prozent von zwei Personen; im durchschnittlichen Haushalt wohnen 1,8 Person. 20 Prozent der Haushalte sind Familien, d. h. es wohnt mindestens ein Kind unter 18 Jahren im Haushalt. Insgesamt gibt es im Stadtteil ungefähr 3.800 Haushalte (Werte vom 31.12.2018).

 

Es gibt – hochgerechnet auf 1.000 Einwohner – 526 privat zugelassene PKW im Stadtteil. Der Mittelwert aller Stadtteile beträgt 517 (Werte vom 01.01.2020).


STADTTEIL-PROFIL 2020: Hilbersdorf








STADTTEIL-PROFIL 2019: Hilbersdorf