EBERSDORF - Daten und Fakten

Der Stadtteil Ebersdorf ist ein im Norden von Chemnitz gelegener, sowohl Elemente der Kernstadt als auch ländliche Teile aufweisender Stadtteil, der seit 1919 zu Chemnitz gehört und ca. 12 Quadratkilometer groß ist. Mit seinen 6.440 Einwohnern (Stand 31.12.2020) gehört er zu den mittelgroßen Stadtteilen von Chemnitz. Die Bevölkerungszahl im Stadtteil ist in den letzten zehn Jahren um ca. 2 Prozent gewachsen – am 31.12.2010 betrug sie 6.336. 1991 wohnten im Stadtteil noch 5.942 Einwohner – zur Jahrtausendwende (31.12.1999) waren es 5.672 Menschen.

 

Der Stadtteil ist durch eine geringe bis mittlere Bevölkerungs- und Bewohnerdichte geprägt: je bewohnter Adresse wohnen 6,0 Personen; je Wohngebäude sind durchschnittlich 3 Wohnungen vorhanden; die Bevölkerungsdichte beträgt rechnerisch ca. 500 Bewohner je Quadratkilometer, ist aber vor allem entlang der Frankenberger Straße deutlich höher. Ungefähr 3 Prozent (gerundet) aller Chemnitzer wohnen im Stadtteil Ebersdorf.

 

Sozialstrukturell weist Ebersdorf typische Misch-Werte aus Kernstadt (Frankenberger Straße) und ländlichem Rand (historisches Ebersdorf) auf. Die Arbeitslosenquote, der Ausländeranteil und der Anteil der Bewohner, die existenzsichernde Leistungen erhalten, sind insgesamt im Vergleich zur Gesamtstadt leicht unterdurchschnittlich. Die Wahlbeteiligung im Stadtteil liegt im Vergleich zu den Werten der Gesamtstadt normalerweise leicht über dem städtischen Durchschnitt.

 

Im Stadtteil existieren ca. 3.820 Wohnungen, die sich auf ca. 1.110 Wohngebäude verteilen. Die überwiegende Bausubstanz im Stadtteil wurde in den Jahren bis 1918 errichtet (46 %), weitere 29 Prozent in den Jahren der Zwischenkriegszeit. 73 Prozent der Haushalte waren laut Zensus 2011 Mieterhaushalte, während 27 Prozent der Haushalte im selbstgenutzten Wohneigentum wohnten (Haus oder Eigentumswohnung).

 

Die Mietpreise im Stadtteil (durchschnittliche Angebotsmieten zw. 5,20 bis 5,30 Euro je Quadratmeter Wohnfläche nettokalt) liegen traditionell ungefähr auf dem Niveau des städtischen Durchschnittswertes, der Ende 2020 ca. 5,30 Euro je Quadratmeter Wohnfläche nettokalt betrug. Allerdings existieren hier kleinräumige Unterschiede. Der "Wohnungsmarkt-Report Chemnitz" differenziert in Ebersdorf in zwei Teilgebiete: in „Ebersdorf: Frankenberger Straße“ und „Ebersdorf: Schneller Markt“. Das Teilgebiet Frankenberger Straße und dessen Angebotsmieten sind dabei regelmäßig deutlich günstiger als der „Schnelle Markt“.



Altersstrukturell betrachtet ist der Stadtteil Ebersdorf ein "normaler" bzw. "durchschnittlicher" Stadtteil – das Durchschnittsalter der Bevölkerung im Stadtteil betrug Ende 2018 ca. 46 Jahre. 25 Prozent der Bewohner sind bereits im Rentenalter (Chemnitz insgesamt: 28 %), wohingegen 15 Prozent der Stadtteilbevölkerung jünger als 18 Jahre sind (Werte vom 31.12.2018).

 

Die Zahl der Geburten im Stadtteil ist (für Chemnitzer Verhältnisse) relativ hoch – auf 1.000 Einwohner gerechnet kamen in den letzten Jahren ca. 11 Kinder jährlich auf die Welt (Zeitraum 2010-2018). Allerdings spielen hier besondere Effekte eine Rolle: in Ebersdorf (Adalbert-Stifter-Weg) befindet sich eine Asylbewerber-Erstaufnahme-Einrichtung des Freistaates Sachsen. Dies führt – das wird bei der Bevölkerungszahl 2015 oder Umzugsverhalten im Stadtteil besonders deutlich – zu ungewöhnlichen statistischen Ausschlägen, da Asylbewerber oder Flüchtlinge hier erstmals in Sachsen melderechtlich erfasst werden.

 

42 Prozent der Haushalte werden von nur von einer Person bewohnt; weitere 35 Prozent von zwei Personen; im durchschnittlichen Haushalt wohnen 1,9 Personen. 19 Prozent der Haushalte sind Familien, d. h. es wohnt mindestens ein Kind unter 18 Jahren im Haushalt. Insgesamt gibt es im Stadtteil ungefähr 3.100 Haushalte (Werte vom 31.12.2018).

 

Es gibt – hochgerechnet auf 1.000 Einwohner – 587 privat zugelassene PKW im Stadtteil. Der Mittelwert aller Stadtteile beträgt 517 (Werte vom 01.01.2020).


STADTTEIL-PROFIL 2020: Ebersdorf








STADTTEIL-PROFIL 2019: Ebersdorf