HUTHOLZ - Daten und Fakten

Chemnitz-Hutholz: Blick von der Max-Opitz-Straße auf Wohngebäude (zurückgebautes ehem. 6-geschossiges Plattenbau-Gebäude) an der Walter-Ranft-Straße
Chemnitz-Hutholz: Blick von der Max-Opitz-Straße auf Wohngebäude (zurückgebautes ehem. 6-geschossiges Plattenbau-Gebäude) an der Walter-Ranft-Straße

Der Stadtteil Hutholz ist ein im Süden von Chemnitz gelegener, einen Teil des Fritz-Heckert-Gebiets bildender Stadtteil, der seit 1919 zu Chemnitz gehört und ca. 1,3 Quadratkilometer groß ist. Mit seinen 4.653 Einwohnern (Stand 31.12.2020] gehört er zu den mittelgroßen Stadtteilen von Chemnitz. Die Bevölkerungszahl im Stadtteil ist in den letzten zehn Jahren um ca. 13 Prozent gesunken – am 31.12.2010 betrug sie 5.369. 1991 wohnten im Stadtteil noch 16.802 Einwohner – zur Jahrtausendwende (31.12.1999) waren es 9.664 Menschen (Hutholz ist der Chemnitzer Stadtteil, der seit der Wiedervereinigung am meisten Einwohner verloren hat).

 

Hutholz bildet zusammen mit Markersdorf, Morgenleite, Helbersdorf und Teilen von Kappel das Fritz-Heckert-Gebiet – Chemnitz´ größtes Plattenbaugebiet - und ist durch eine relativ hohe Bevölkerungs- und Bewohnerdichte geprägt: je bewohnter Adresse wohnen 13,8 Personen; je Wohngebäude sind durchschnittlich 11 Wohnungen vorhanden; die Bevölkerungsdichte beträgt ca. 3.600 Bewohner je Quadratkilometer. Ungefähr 2 Prozent (gerundet) aller Chemnitzer wohnen im Stadtteil Hutholz.

 

Sozialstrukturell weist der Stadtteil Hutholz typische Werte einer zu DDR-Zeiten errichteten Großsiedlung auf. Die Arbeitslosenquote und der Anteil der Bewohner, die existenzsichernde Leistungen erhalten, sind überdurchschnittlich, der Ausländeranteil liegt unter dem städtischen Gesamtwert. Die Wahlbeteiligung im Stadtteil liegt im Vergleich zu den Werten der Gesamtstadt normalerweise deutlich unter dem städtischen Durchschnitt.

 

Im Stadtteil existieren ca. 3700 Wohnungen, die sich auf ca. 350 Wohngebäude verteilen. Nahezu die komplette Bausubstanz (99 %) im Stadtteil wurde in den Jahren zwischen 1980 und 1990 errichtet (als Baugebiet VIII bildet Hutholz den Abschluss des Fritz-Heckert-Gebietes).



96 Prozent der Haushalte waren laut Zensus 2011 Mieterhaushalte, während 4 Prozent der Haushalte im selbstgenutzten Wohneigentum wohnten (Haus oder Eigentumswohnung).

 

Die Mietpreise im Stadtteil (durchschnittliche Angebotsmieten zw. 4,90 und 5,10 € je Quadratmeter Wohnfläche nettokalt) liegen traditionell leicht unter dem städtischen Durchschnittswert, der Ende 2020 ca. 5,30 Euro je Quadratmeter Wohnfläche nettokalt betrug.

 

Altersstrukturell betrachtet ist der Stadtteil Hutholz ein "alter" Stadtteil – das Durchschnittsalter der Bevölkerung im Stadtteil betrug Ende 2018 ca. 51 Jahre. 32 Prozent der Bewohner sind bereits im Rentenalter (Chemnitz insgesamt: 28 %), wohingegen 12 Prozent der Stadtteilbevölkerung jünger als 18 Jahre sind (Werte vom 31.12.2018). Die Zahl der Geburten im Stadtteil ist (für Chemnitzer Verhältnisse) relativ niedrig – auf 1.000 Einwohner gerechnet kamen in den letzten Jahren ca. 8 Kinder jährlich auf die Welt (Zeitraum 2010-2018).

54 Prozent der Haushalte werden von nur von einer Person bewohnt; weitere 32 Prozent von zwei Personen; im durchschnittlichen Haushalt wohnen 1,7 Personen. 14 Prozent der Haushalte sind Familien, d. h. es wohnt mindestens ein Kind unter 18 Jahren im Haushalt. Insgesamt gibt es im Stadtteil ungefähr 2.800 Haushalte (Werte vom 31.12.2018).

 

Es gibt – hochgerechnet auf 1.000 Einwohner – 473 privat zugelassene PKW im Stadtteil. Der Mittelwert aller Stadtteile beträgt 517 (Werte vom 01.01.2020).


STADTTEIL-PROFIL 2020: Hutholz








STADTTEIL-PROFIL 2019: Hutholz