BORNA-HEINERSDORF - Daten und Fakten

Chemnitz-Borna-Heinersdorf: Blick auf Wohngebäude aus der Zwischenkriegszeit entlang der Bornaer Straße
Chemnitz-Borna-Heinersdorf: Blick auf Wohngebäude aus der Zwischenkriegszeit entlang der Bornaer Straße

Der Stadtteil Borna-Heinersdorf ist ein im Norden von Chemnitz gelegener, den Übergang von der Kernstadt zum suburbanen Rand bildender Stadtteil, der seit 1913/23 zu Chemnitz gehört und ca. 8,0 Quadratkilometer groß ist. Mit seinen 6.683 Einwohnern (Stand 31.12.2020) gehört er zu den mittelgroßen Stadtteilen von Chemnitz. Die Bevölkerungszahl im Stadtteil ist in den letzten zehn Jahren um ca. -1 Prozent gesunken – am 31.12.2010 betrug sie 6.732. 1991 wohnten im Stadtteil noch 7.396 Einwohner – zur Jahrtausendwende (31.12.1999) waren es 6.950 Menschen.

 

Der Stadtteil ist durch eine geringe bis mittlere Bevölkerungs- und Bewohnerdichte geprägt: je bewohnter Adresse wohnen 3,8 Personen; je Wohngebäude sind durchschnittlich 2 Wohnungen vorhanden; die Bevölkerungsdichte beträgt ca. nur 800 Bewohner je Quadratkilometer (mehr als ein Drittel des Gebiets wird land- bzw. forstwirtschaftlich genutzt). Ungefähr 3 Prozent (gerundet) aller Chemnitzer wohnen im Stadtteil Borna-Heinersdorf.

 

Teile des Stadtteils bilden die letzten Ausläufer des städtisch-urbanen Chemnitz. Vor den in den 1990er Jahren durchgeführten Eingemeindungen war der Stadtteil die nordwestliche Grenze von Chemnitz: entsprechend gibt es neben städtischen Strukturen entlang der Leipziger Straße auch dörflich-ländliche Wohnstrukturen - sozialstrukturell betrachtet weist der Stadtteil daher Mischwerte aus Kernstadt und suburbanem Rand auf. Die Arbeitslosenquote, der Ausländeranteil und der Anteil der Bewohner, die existenzsichernde Leistungen erhalten, sind jeweils deutlich unterdurchschnittlich, liegen aber weiterhin über jenen Stadtteilen, die nahezu ausschließlich suburban bzw. ländlich geprägt sind. Die Wahlbeteiligung im Stadtteil liegt im Vergleich zu den Werten der Gesamtstadt normalerweise leicht über dem städtischen Durchschnitt.

 

Im Stadtteil existieren ca. 3.990 Wohnungen, die sich auf ca. 1.800 Wohngebäude verteilen. Die überwiegende Bausubstanz im Stadtteil (49 %) wurde in den Jahren 1918 und 1949 errichtet. Aber auch Plattenbauten (1970-1990), gründerzeitliche Wohngebäude (bis 1918) und Nachwendeneubauten (ab 1991) sind im Stadtteil zu finden. 53 Prozent der Haushalte waren laut Zensus 2011 Mieterhaushalte, während 47 Prozent der Haushalte im selbstgenutzten Wohneigentum wohnten (Haus oder Eigentumswohnung).



Der „Wohnungsmarkt-Report Chemnitz“ verortet in Borna-Heinersdorf keine eigenen (größeren) Mietwohnungsgebiete, sondern klassifiziert den Stadtteil als Teil des „nordwestlichen Chemnitz“, das die Gesamtheit der ländlich bzw. suburban geprägten Stadtteile Stelzendorf, Reichenbrand, Mittelbach, Grüna, Rabenstein, Rottluff, Wittgensdorf, Röhrsdorf, Borna-Heinersdorf, Glösa-Draisdorf mit jeweils nur geringen Mietwohnungsbeständen umfasst. Die Mietpreise in diesen Stadtteilen (durchschnittliche Angebotsmieten zw. 5,40 bis 5,70 Euro je Quadratmeter Wohnfläche nettokalt) liegen traditionell leicht über dem städtischen Durchschnittswert, der Ende 2020 ca. 5,30 Euro je Quadratmeter Wohnfläche nettokalt betrug.

 

Altersstrukturell betrachtet ist der Stadtteil Borna-Heinersdorf ein "normaler" bzw. "durchschnittlicher" Stadtteil – das Durchschnittsalter der Bevölkerung im Stadtteil betrug Ende 2018 ca. 49 Jahre. 30 Prozent der Bewohner sind bereits im Rentenalter (Chemnitz insgesamt: 28 %), wohingegen 14 Prozent der Stadtteilbevölkerung jünger als 18 Jahre sind (Werte vom 31.12.2018). Die Zahl der Geburten im Stadtteil ist (für Chemnitzer Verhältnisse) relativ niedrig – auf 1.000 Einwohner gerechnet kamen in den letzten Jahren ca. 7 Kinder jährlich auf die Welt (Zeitraum 2010-2018).

 

39 Prozent der Haushalte werden von nur von einer Person bewohnt; weitere 38 Prozent von zwei Personen; im durchschnittlichen Haushalt wohnen 2 Personen. 18 Prozent der Haushalte sind Familien, d. h. es wohnt mindestens ein Kind unter 18 Jahren im Haushalt. Insgesamt gibt es im Stadtteil ungefähr 3.400 Haushalte (Werte vom 31.12.2018).

 

Es gibt – hochgerechnet auf 1.000 Einwohner – 650 privat zugelassene PKW im Stadtteil. Der Mittelwert aller Stadtteile beträgt 517 (Werte vom 01.01.2020).


STADTTEIL-PROFIL 2020: Borna-Heinersdorf






STADTTEIL-PROFIL 2019: Borna-Heinersdorf