Angebotsmieten in Chemnitz


Struktur und ENTWICKLUNG DER ANGEBOTSMIETEN 2008-2020

Struktur der Angebotsmieten in Chemnitz 2020 (Quelle: Wohnungsmarkt-Report Chemnitz 2021/2022)
Struktur der Angebotsmieten in Chemnitz 2020 (Quelle: Wohnungsmarkt-Report Chemnitz 2021/2022)

Betrachtet man die Gesamtheit der Angebote (Quelle: FOG-Wohnungsmarktstichprobe), so waren in Chemnitz im November 2020 – jeweils ohne die 5 % billigsten und teuersten Wohnungsangebote – Mietwohnungen mit Quadratmeterpreisen zwischen 4,09 und 6,91 €/m² (Nettokaltmiete) zu finden. Der Mittelwert der 3.050 Angebote betrug 5,28 €/m². Das günstigste Drittel aller Wohnungen reicht bis zu 4,98 €/m². In einem schmalen Korridor ab 4,98 €/m² bis 5,40 €/m² (gerade einmal 42 Cent je m²) bündelt sich das zweite Drittel aller angebotenen Wohnungen in Chemnitz. Das teuerste Drittel der angebotenen Wohnungen beginnt bei 5,40 €/m². 15,7 % der Wohnungsangebote kosteten mehr als 6 €/m² (Nov 2019: 11,4 %; Nov. 2018: 9,4 %); 4,8 % 7 €/m² und mehr, 1,6 % 8 €/m² und mehr. 2,1 % der Angebote lagen unter der 4 €/m²-Grenze (2019: 3,4 %; 2018: 3,5 %). Somit werden weiterhin 82 % der Wohnungen in Chemnitz zwischen 4 €/m² und 6 €/m² angeboten. 2019 lag dieser Wert bei 85 %, 2018 bei 87 %.

 



Nachdem die Gesamtheit aller Angebotswohnungen im Jahr 2016 erstmals die 5,00 €/m²-Schwelle durchbrochen hatte und diese sich seitdem jährlich um ca. 5 Cent je Quadratmeter (bis Nov. 2019) erhöhte, so stieg die durchschnittliche Angebotsmiete binnen Jahresfrist um 12 Cent bzw. +2,2 % auf 5,28 €/m² (November 2020). Seit der Messung von 2010 haben sich die Angebotsmieten somit um lediglich 0,62 €/m² erhöht. Dies entspricht einem Anstieg von 13,3 % binnen 10 Jahren. Die jährliche Wachstumsrate der Angebotsmieten liegt somit bei exakt 1,3 % - deutlich unter der Inflation und sehr deutlich unter der Lohn- bzw. Einkommensentwicklung in der Stadt Chemnitz. Am ehesten sind preisliche Bewegungen bei den Spannen und Grenzen sichtbar. Während im Zeitraum 2016  bis 2020  die  Untergrenze  nahezu konstant blieb (4,00 bis 4,09 € €/m²), erhöhte sich die Obergrenze um 0,81 €/m² auf 6,91 €/m². Die „Preissteigerungen“ beim unteren Drittel (+0,24 €/m² auf 4,98 €/m²) und beim oberen Drittel (+0,21 €/m² auf 5,40 €/m²; jeweils seit 2016) zeigen die relative Stabilität der Angebotsentwicklung. Es wird aber auch deutlich, dass aufgrund von Sanierungstätigkeiten das Preisspektrum der Angebote innerhalb der Grenzen deutlich angewachsen ist: es vergrößerte sich von 2,10 €/m² (2016) über 2,46 €/m² (2018) auf inzwischen 2,82 €/m² (4,09 bis 6,91 €/m²). 2019 hatte der Wert noch bei 2,53 €/m gelegen. Günstiger Wohnraum bleibt davon jedoch unberührt und ist ab 4 €/m² zu mieten; durch Neubau geschaffene Wohnungen (0,3 % der Stichprobe) kosten zwischen 8 und 11 €/m².

 



Ein Blick auf die oberen und unteren Spannenwerte zeigt, dass – betrachtet man die Entwicklung seit 2015 – unterschiedliche Details sichtbar werden. Der untere Spannenwert stagniert seit fünf Jahren bei leicht über 4,00 €/m² (d. h. 1 von 20 Wohnungen ist immer noch günstiger als für 4 €/m² zu haben). Der obere Spannenwert hat sich seit 2015 von 5,93 €/m² auf 6,91 €/m² erhöht (Steigerung von immerhin +17 %). Diese Verschiebung ist die Folge der Neubau- und Sanierungstätigkeiten in Chemnitz. Die dabei entstehenden modernen und hochpreisigen Wohnungen lassen die obere Grenze schneller wachsen als den Gesamtmittelwert (der alle Wohnungen beinhaltet). Der Anteil dieser Wohnungen am Gesamtangebot ist jedoch weiterhin äußerst gering. Nur 251 der 3.050 Wohnungen in der Stichprobe kosteten 6,50 €/m² und mehr (8,3 %).



Entwicklung der Angebotsmieten nach Wohnungsgröße



Angebotsmieten von neu errichteten Wohnungen



Angebotsmieten in den Stadtteilen



Angebotsmieten in den Stadtteilen von Chemnitz (Stand 2019; Quelle: Wohnungsmarkt-Report Chemnitz)
Angebotsmieten in den Stadtteilen von Chemnitz (Stand 2019; Quelle: Wohnungsmarkt-Report Chemnitz)


Angebotsmieten in Teilgebieten



Angebotsmieten im bundesweiten Vergleich