Innerstädtische Umzüge

Hinweis: Ein (1) innerstädtischer Umzug entspricht immer dem Umzug einer (1) Person. Zieht eine 4-köpfige Familie um, so werden vier (4) Umzüge gezählt. Maßgebliches Kriterium für innerstädtische Umzüge ist, dass Start- und Zieladresse in Chemnitz lagen.

 

Im Jahr 2019 wurden in Chemnitz mit 18.794 innerstädtischen Umzügen annähernd gleich viele wie 2018 (18.960) gezählt. Rein rechnerisch zogen somit 7,6 % der Bevölkerung von Chemnitz im Stadtgebiet der Stadt um. Die innerstädtische Mobilität liegt seit Jahren auf konstantem Niveau, wobei die Umzugszahlen zwischen 2015 und 17 leicht steigende Tendenz aufwiesen und seitdem minimalst zurückgingen: Seit 2009 zogen jedes Jahr zwischen 7,3 % (2011) und 7,9 % (2015/16) der Bevölkerung von Chemnitz einmal im Stadtgebiet um. Hierbei ist es unerheblich, ob dabei Stadtteilgrenzen überschritten wurden oder ob der Umzug nur ins Nachbarhaus erfolgte.

 

Das dritte Jahr in Folge gingen dabei zwischen 19 % und 20 % der innerstädtischen Umzüge auf das Konto der ausländischen Bevölkerung in Chemnitz: 2017 waren es 3.748 von 19.355 (19,4 %), 2018 lag der Wert bei 20,5 % (3.894 von 18.960), 2019 wurden 3.774 innerstädtische Um-züge (20,1 %) unter der ausländischen Bevölkerung gezählt. Allgemein lässt sich festhalten, dass das Ausmaß der innerstädtischen Mobilität in den Stadtteilen – unabhängig von der Nationalität – stark schwankt: die Mobilität in den zentrumsnahen Gebieten ist dabei naturgemäß weitaus höher als an den Rändern, wo die Eigentumsquote weitaus größer ist.

 

Die höchsten Mobilitätsraten weisen die Stadtteile Ebersdorf (hier allerdings verzerrte Statistik durch die Erstaufnahmeeinrichtung des Freistaates Sachsen für Asylbewerber und Flüchtlinge), Bernsdorf, Sonnenberg, Zentrum, Kaßberg, Schloßchemnitz, Gablenz, Kappel und Altendorf auf.

 

Bei der Betrachtung der Mobilität (z. B. bei Analyse des Zuzuges) muss aber immer das Quellgebiet der Wanderungsbewegungen im Blick behalten werden: So kann Zuzug von außerhalb von Chemnitz, aus einem anderen Stadtteil oder aus dem eigenen Stadtteil erfolgen. Die Grafik „Herkunft der Wanderungsbewegungen in den Stadtteilen 2013-2018“ (siehe unten) zeigt, wie unterschiedlich sich die Struktur der Quellgebiete in den einzelnen Stadtgebieten darstellen kann.

 

Analysiert man alle Wanderungsbewegungen in Chemnitz im Zeitraum 2013 bis 2018 auf Stadtteilebene (mehr als 216.000 Zuzüge und Umzüge, deren Zieladresse in Chemnitz war), so wird rechnerisch deutlich, dass 47 % der Wanderungen ihren Ursprung außerhalb von Chemnitz hatten, 35 % aus anderen Stadtteilen kamen und 17 % im eigenen Stadtteil erfolgten.