SCHLOSSCHEMNITZ - Daten und Fakten

Der Stadtteil Schloßchemnitz ist ein im Herzen von Chemnitz gelegener innerstädtischer Stadtteil, der seit 1880 zu Chemnitz gehört und ca. 3,5 Quadratkilometer groß ist. Mit seinen 13.779 Einwohnern (Stand 31.12.2020) gehört er zu den bevölkerungsstärksten Stadtteilen von Chemnitz. Die Bevölkerungszahl im Stadtteil ist in den letzten zehn Jahren um ca. 2 Prozent gewachsen – am 31.12.2010 betrug sie 13.487. 1991 wohnten im Stadtteil noch 10.928 Einwohner – zur Jahrtausendwende (31.12.1999) waren es 10.982 Menschen. Schloßchemnitz ist der innerstädtische Stadtteil von Chemnitz, der seit der Wiedervereinigung am stärksten gewachsen ist.

 

Der Stadtteil ist durch eine hohe Bevölkerungs- und Bewohnerdichte geprägt: je bewohnter Adresse wohnen 13,5 Personen; je Wohngebäude sind durchschnittlich 8 Wohnungen vorhanden; die Bevölkerungsdichte beträgt ca. 3.900 Bewohner je Quadratkilometer (die reale Bevölkerungsdichte ist viel höher, da der Küchwald Teil von Schloßchemnitz ist). Ungefähr 6 Prozent (gerundet) aller Chemnitzer wohnen im Stadtteil Schloßchemnitz.

 

Sozialstrukturell weist der Stadtteil typische Werte der Kernstadt von Chemnitz auf. Die Bevölkerung ist sehr heterogen zusammengesetzt; die Arbeitslosenquote und der Anteil der Bewohner, die existenzsichernde Leistungen erhalten, bewegen sich ungefähr im städtischen Durchschnitt; der Ausländeranteil (10 %) ist leicht überdurchschnittlich. Die Wahlbeteiligung im Stadtteil liegt im Vergleich zu den Werten der Gesamtstadt normalerweise vergleichbar dem städtischen Durchschnitt.

 

In Schloßchemnitz existieren ca. 9.100 Wohnungen, die sich auf ca. 1.070 Wohngebäude verteilen. Die überwiegende Bausubstanz (56 %) im Stadtteil wurde in den Jahren bis 1918 errichtet. Dennoch ist Schloßchemnitz baustrukturell sehr heterogen: Der „Wohnungsmarkt-Report Chemnitz“ unterscheidet nicht umsonst in „Schloßchemnitz-Ost“ (entlang der Straße der Nationen / Blankenauer Straße, inkl. Nordpark) und „Schloßchemnitz-Schloßviertel“ (Schloßviertel rund um den Schloßberg, aber auch die Gründerzeitgebäude rund und die Dorotheenstraße sowie die Plattenbauten an der Leipziger Straße sind hierin enthalten). Kurzum: Der Stadtteil bietet alles, was der (ost-)deutsche Städtebau in den letzten 150 Jahre hervorgebracht hat.



94 Prozent der Haushalte waren laut Zensus 2011 Mieterhaushalte, während 6 Prozent der Haushalte im selbstgenutzten Wohneigentum wohnten (Haus oder Eigentumswohnung). Die Mietpreise im Stadtteil (durchschnittliche Angebotsmieten zw. 5,40 bis 5,50 Euro je Quadratmeter Wohnfläche nettokalt) liegen traditionell leicht über dem städtischen Durchschnittswert, der Ende 2020 ca. 5,30 Euro je Quadratmeter Wohnfläche nettokalt betrug.

 

Altersstrukturell betrachtet ist der Stadtteil Schloßchemnitz ein "junger" Stadtteil – das Durchschnittsalter der Bevölkerung im Stadtteil betrug Ende 2018 ca. 41 Jahre. 19 Prozent der Bewohner sind bereits im Rentenalter (Chemnitz insgesamt: 28 %), wohingegen 17 Prozent der Stadtteilbevölkerung jünger als 18 Jahre sind (Werte vom 31.12.2018). Die Zahl der Geburten im Stadtteil ist (für Chemnitzer Verhältnisse) sehr hoch – auf 1.000 Einwohner gerechnet kamen in den letzten Jahren ca. 13 Kinder jährlich auf die Welt (Zeitraum 2010-2018).

 

53 Prozent der Haushalte werden von nur von einer Person bewohnt; weitere 26 Prozent von zwei Personen; im durchschnittlichen Haushalt wohnen 1,8 Personen. 21 Prozent der Haushalte sind Familien, d. h. es wohnt mindestens ein Kind unter 18 Jahren im Haushalt. Insgesamt gibt es im Stadtteil ungefähr 7.600 Haushalte (Werte vom 31.12.2018).

 

Es gibt – hochgerechnet auf 1.000 Einwohner – 487 privat zugelassene PKW im Stadtteil. Der Mittelwert aller Stadtteile beträgt 517 (Werte vom 01.01.2020).


STADTTEIL-PROFIL 2020: Schloßchemnitz








STADTTEIL-PROFIL 2019: SCHLOSSCHEMNITz